Le donne vogliono votare? Che ridere!
Eine Veranstaltung zu Karikaturen gegen das Frauenwahlrecht in Italien (1848-1948)
Mit Karikaturen und satirischen Zeichnungen wurden einst das Frauenwahlrecht und die politischen Forderungen von Frauen verspottet und lächerlich gemacht. Eine Veranstaltung mit Emanuela Morganti nimmt diesen Aspekt genauer in den Blick.
Es sind inzwischen achtzig Jahre vergangen, seit den Frauen in Italien am 2. Juni 1946 das politische Wahlrecht zuerkannt wurde. Das Frauenarchiv Bozen und Geschichte und Region/Storia e regione organisieren aus diesem Anlass eine Veranstaltung, die diesem historischen Wendepunkt gewidmet ist.
Zu Gast ist die Kunsthistorikerin Emanuela Morganti (Universität von Urbino). Anhand zahlreicher Karikaturen und satirischer Illustrationen, die zwischen 1848 und 1948 in der italienischen Presse erschienen sind, gibt sie einen besonderen Einblick in die Geschichte des Frauenwahlrechts. Die Zeichnungen spiegeln Kultur und Vorurteile jener Zeit wider: Mit Sarkasmus und Stereotypisierungen versuchten (männliche) Autoren, die Forderungen der Frauenrechtlerinnen zu delegitimieren und ins Lächerliche zu ziehen.
Die Referentin Emanuela Morganti beschäftigt sich mit Kunst-, Illustration- und Grafikgeschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In einem interdisziplinären Ansatz verbindet sie dabei Kulturgeschichte, Kunstgeschichte und Geschlechtergeschichte.
Die Veranstaltung findet am 26. Mai um 18 Uhr in der Stadtbibliothek Bozen in italienischer Sprache statt.
Sie ist öffentlich und frei zugänglich.
Eine Zusammenarbeit zwischen dem Frauenarchiv Bozen, Geschichte und Region/Storia e regione und der Stadtbibliothek Bozen.
Bild: Karikatur von Filiberto Scarpelli “Die Tribüne der Damen in der Abgeordnetenkammer”, Correire della Sera, 1925.