Ultimo numero

Aktuelles Heft

27 (2018), 1

Erzwungene oder freiwillige Migration nach Übersee, aber auch im Binnenraum der Kontinente ist spätestens seit dem 18. Jahrhundert eine der großen welthistorischen Signaturen. Wanderungen aus wirtschaftlichen Gründen wie durch Krieg ausgelöste Phänomene von Flucht, Deportation oder Vertreibung äußerten sich in „Alteuropa“ im 19. Jahrhundert erst recht seit der Epoche der Weltkriege als Phänomene von enormer Wucht und Wirkungsmacht. Die „Entbettung“ personaler und sozialer Beziehungen aus bisher stabilen Zusammenhängen und das Auflösen von räumlichen und zeitlichen Verknüpfungen sind Phänomene von treibender Dynamik, die Menschen und soziale Gruppen oft aufs Äußerste belasten

Das neue Themenheft der Zeitschrift fragt nach der Selbstkonzeption von solchen Gruppen und deren Umgang mit der jeweiligen Situation. Dabei bietet das Konzept der "community of images" einen Schlüssel zu Möglichkeitsräumen und Vorstellungswelten, aus denen Zugehörigkeiten erwachsen können, die unter den Bedingungen großen Drucks gebildet werden, unter den Konditionen von Krieg und Auswanderung wie auch von intensiven Erfahrungen von Dorfbewohnern und Dorfbewohnerinnen, die in Grenzregionen leben und mit Grenzziehungen konfrontiert waren.

Rückschau

19 (2010), 1
15 (2006), 2
2 (1993), 1